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Eltern wünschen sich stets das Beste für ihre Kinder und möchten sie vor beängstigenden und stressigen Erlebnissen sowie unangenehmen Nachrichten schützen. Doch das Vermeiden von Gesprächen über schwierige Themen lässt das Böse in der Welt nicht verschwinden. Daher ist es entscheidend, Kinder behutsam und kindgerecht an die Welt der Erwachsenen heranzuführen.
Worüber kann man mit Kindern sprechen?
Wut, Enttäuschung, Stress und Aggression sind Gefühle, die Menschen jeden Alters erleben. Verschiedene Reize lösen unterschiedliche emotionale Reaktionen aus. Deshalb sollten wir beim Nachrichtenschauen oder Telefonieren unsere Reaktionen nicht überanalysieren oder versuchen, unsere Gefühle zu kontrollieren. Wir sollten auch unseren Kindern beibringen, dass Situationen, die wir nicht beeinflussen können, unser Wohlbefinden beeinträchtigen können.
Es ist wichtig, Kindern Raum zu geben, über ihre Erlebnisse nachzudenken, das Gesehene und Gehörte zu reflektieren und anschließend nach ihren Gefühlen und Emotionen zu fragen. Das Gespräch darüber, was in einem Kind vorgeht und was ein Erwachsener denkt, stärkt die Bindung zwischen Kind und Eltern und überwindet vor allem die Kluft zwischen den Generationen.
Alles wird gut.
Wenn wir Nachrichten schauen oder über Themen sprechen, die für Kinder schwierig sind, ist es wichtig, ihnen immer wieder zu versichern, dass jede Situation ein gutes Ende nimmt. Sobald wir als Erwachsene die Informationen verarbeitet haben, sollten wir unseren Kindern dabei helfen, dasselbe zu tun. Durch Erfahrung und ähnliche Situationen können wir für viele Probleme Lösungen finden, aber es lohnt sich, ein Kind an die Hand zu nehmen und ihm alles zu zeigen.
Schritt für Schritt
Wenn wir mit einem Kind sprechen, sollten wir nicht vergessen, neben den negativen Aspekten auch die positiven hervorzuheben. Alles hat seine Vor- und Nachteile, und aus jedem negativen Aspekt können wir eine Lektion lernen, die uns später im Leben oft nützlich sein wird. Wir sollten die Themen und die Intensität der Gespräche individuell auf unser Kind abstimmen; niemand kann seine emotionale Reife oder seinen Sinn für Humor besser einschätzen als ein Elternteil. Die Kombination von vergnüglichen Aktivitäten (z. B. Familie spielen, Kaufladen spielen oder Märchen vorlesen) mit Gesprächen über das Erwachsenenleben hilft dem Kind, diese Geschichten besser zu verarbeiten.
Mama, darf ich dich etwas fragen?
Wir können sicher sein, dass wir diese Frage im Laufe unseres Lebens mehrmals, vielleicht sogar dutzende Male hören werden. Viele Fragen tauchen im Kopf eines Kindes auf – es interessiert sich für die Welt um sich herum, für zwischenmenschliche Beziehungen, die Natur… Manchmal wirken Fragen unangenehm oder unpassend, oder wir werden einfach im unpassendsten Moment von einer Frage überrascht. Manche Eltern vermeiden es, schwierige Themen anzusprechen, und reagieren scherzhaft oder gar boshaft – um ihr Kind zum Schweigen zu bringen – oder sie greifen auf altbekannte Redewendungen zurück. Wir sollten uns bewusst sein, dass ein Kind früher oder später die Antwort auf seine Fragen selbst findet, während ein älterer Freund vom Spielplatz nicht darauf achtet, wie er antwortet, um niemanden zu verletzen. Deshalb ist es wichtig, Kinder als gleichwertig zu behandeln und sie behutsam an die Welt der Erwachsenen heranzuführen. Selbst wenn wir Situationen mit einem älteren Freund nicht vermeiden können, wird ein verängstigtes Kind zu uns kommen, weil wir ihm ermöglicht haben, offen über Gefühle und Emotionen zu sprechen.